Aubrey Fabay: Woher kommst du (eigentlich)?

„Ich bin (gebürtig) aus München.“
Wie stehe ich zu der Frage nach meiner Herkunft? Kann sie sich nicht auch ausgrenzend, rassistisch, verletzend anfühlen? Manchmal ja. Aber sie zeigt doch reine Neugier, Interesse und Offenheit, oder? Meine Arbeit soll die Betrachter_innen zum erneuten Nachdenken darüber anregen, ob sie je nach Situation mit ihrer – eigentlich unschuldigen – Frage nach der Herkunft ein
bestimmtes Gefühl evozieren und ein gewisses Paradigma mitschwingen lassen. Empathie auf beiden Seiten ist in diesem Kontext immer hilfreich, um den Dialog wagen zu können. Herkunft gehört zur Identität, ist aber nur ein Teil davon.

Chiara Ullstein: expACT

Das auf Kooperation basierende Lernspiel „expACT“ ist ein interaktives und medienpädagogisches Wahrnehmungsprojekt. Es verkörpert eine neue Möglichkeit, durch das kooperative Erschaffen und Erfahren von abstrakten 3D-Zeichnungen, gemeinsam interaktiv das Programmieren zu erlernen. Während das Programm nicht ohne einen Partner bedient werden kann, werden die Bewegungen im physischen Raum in Strichzeichnungen in einen virtuellen Raum übertragen.

Roman Storm: Reflections of Freedom

Die Arbeit „Reflections of Freedom“zeigt ein Spiel mit Wasser, das unverfälscht auf zwei Arten für die Installation verwendet wird. Unter dem mit Wasser und fragilen bunten Gelbällen gefüllten Aquarium befindet sich ein Beamer, der das Geschehen im Aquarium  auf zwei Arten projiziert. Durch das Fehlen des Deckels des Beamers, entsteht eine direkte Projektion über dem Aquarium. Eine Kamera filmt das Geschehen von der Seite. Dieses Signal wird direkt an den Beamer weitergereicht und  auf eine Wand hinter dem Aquarium geworfen. Für den Rezipient kann so der Unterschied zwischen Realität, Schein und medialer Wiedergabe spürbar werden. 

Lea Weil: Am seidenen Faden

In der Installation „Am seidenen Faden“ entstehen aus zahlreichen, filigran geschnitten Papierebenen dreidimensionale Gebilde, die den Betrachter einladen näher heranzutreten und genauer zu beobachten. Dabei spiegeln die einzelnen Illustrationen, teilweise überspitzt, die Konsequenzen des menschlichen Handelns gegenüber unterschiedlichen Lebewesen und deren Lebensräumen wieder. Ein Lasercutter ermöglicht es dabei die digital angefertigten Inhalte in grazile Papierformen umzusetzen.

dORNwITTCHEN: Das Labyrinth des Vergehens

Eine interaktive audio-visuelle Installation

„Das Labyrinth des Vergehens“ – eine interaktive audio-visuelle Installation, „Im Labyrinth verliert man sich nicht. Im Labyrinth begegnet man sich selbst“.
Ähnlich wie bei F. Dürrenmatt ist diese Installation eine Anlage aus mehreren in sich verschachtelten Wänden aus Stoff und Projektion, sodass das Wesen nicht nur seinem Spiegelbild „gegenüberkauert“, sondern auch den Spiegelbildern seiner Spiegelbilder. Verwirrung und Zurechtfi ndung in einer digitalen Welt deren Struktur zu der des Labyrinthes analog betrachtet werden soll.

Sicovaja: BESIDE

Interaktive Installation

Keine Unbekannte auf dem Digitalanalog Festival ist Sicovaja, denn sie wird nun bereits zum soundsovielten Mal als Visual Jockey für Aufsehen sorgen. Erst im letzten Jahr hauchte sie beispielsweise der Installation des Teams „Becker Pinter“ mit ihrer Videocollage des Festivallogos Leben ein, indem sie es auf das gesamte Kunstwerk projizierte.
In diesem Jahr erwartet die Besucher nun eine interaktive Installation zum Soundtrack von Stefan Holmeier, die in Zusammenarbeit mit Andi Drescher, dem Initiator des Dreschwerk-Kollektivs, entstand. Wir sind gespannt und wünschen unseren Besuchern viel Spaß beim Entdecken.

Die Installation ist gegenüber dem Digitalanalog Infostand zu finden.

www.sicovaja.com

TEAM BECKER PINTER

Peter Becker und Thomas Pinter realisieren als TEAM BECKER PINTER seit 2014 Projekte zusammen, gemeinsam, parallel – zumindest in der Kunst. Konkret kombinieren sie die Techniken Sprayen, Taggen, Reißen, Zerschneiden, Kleben, Montieren, Drucken, Übermalen, Videographieren, Verfremden, Rekonstruieren, Reduzieren…
Peter Becker, aka ›VJ Autopilot/ Highflyer‹ lehrt Mixed-Media, Urban Art und Vjing am Institut für Kunstpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Thomas Pinter arbeitet in der Pressestelle der Münchner Universität.

Tam Tam pres. 1115, Punkratz Wandler, Geborchene Beine

Zum diesjährigen Festival lädt das Künstlernetzwerk TAMTAM zu einem besonderen Ritual mit drei Live Acts. Bereits zum zweiten Mal mit dabei, wird dies ausgiebig mit den beiden ZeremonienmeisternvGREY und FEHLER KUTI zelebriert. Sie nennen sich 1115 und sind im richtigen Moment zu TAM TAM (1115 Likes auf Facebook!) gekommen. Die Sterne stehen gut für diesen Abend. GREY arbeitet mit einer virtuellen 808 Drum Machine, Bass und Orgel Synthesizer, während FEHLER KUTI seine Stimme loopt und moduliert. Ihre Performances bewegen sich zwischen hypnotischen Hauka-Kult Ritualen und Den Haager DIY-Techno. Thomas Meinecke von der Avantgardeband F.S.K. beschreibt ihre Musik als „Afrofuturismus“.
Avantgardistisch geht es dann weiter Daniel Door aka Punkratz Wandler. Live quacksalbert er eine Essenz aus Geknister, schwelenden Synths, kaputten Krachern und räudigen Yoikern. Mit Effekt & pure data & Stimme & Samples & Saxophone & Controllers & Sequencer geht es dann weiter. Zum Höhepunkt unserer TAM TAM-Zermonie spielt die Formation „gebrochene Beine“ und erlöst uns aus der Hypnose.

SHIFT

In seiner aktuellen Videoskulptur „SHIFT“ erforscht der Münchner Videokünstler Stephan Rapke die audiovisuelle Darstellung von Kontinuität und Veränderung in Bezug auf die Ewigkeit. Der eigens dafür angefertigte Video Screen ermöglicht das Abspielen einer sich konstant bewegenden Videosequenz, welche weder Anfang noch Ende kennt und einen dynamischen Prozess aus Wiederholung, Wandlung und Zeitlosigkeit in Bewegung setzt. Durch die zylindrisch nach oben geöffnete Form des Screens, ist die Videoinstallation rundum einsehbar und kreiert hierdurch ihre eigene kreisrunde Bildebene im Raum. Untermalt mit einer dem Video verknüpften Klangwelt entsteht ein Gefüge aus Bild und Ton, welches die Zeitwahrnehmung des Betrachters beeinflusst

haufen.productions

Es war einmal
ein großer, großer –
HAUFEN!

haufen.productions entstand, nachdem mir klar wurde, dass das Medium Kassette für meine schnellen, ungeschliffen Lowfidelity Produktionen das geeignetste ist. Unabhängigkeit, zügige Umsetzung spontaner Ideen, vielfältige Cover Gestaltungsmöglichkeiten, künstlerische Freiheiten – öffentliches Archiv – all das bedeutet: HAUFEN – Stinken muss es!
Foehn, v.Oehn, VKP, Vielleichtors, Okin Cznupolowsky, Männer mit Bärten.