Sicovaja: BESIDE

Interaktive Installation

Keine Unbekannte auf dem Digitalanalog Festival ist Sicovaja, denn sie wird nun bereits zum soundsovielten Mal als Visual Jockey für Aufsehen sorgen. Erst im letzten Jahr hauchte sie beispielsweise der Installation des Teams „Becker Pinter“ mit ihrer Videocollage des Festivallogos Leben ein, indem sie es auf das gesamte Kunstwerk projizierte.
In diesem Jahr erwartet die Besucher nun eine interaktive Installation zum Soundtrack von Stefan Holmeier, die in Zusammenarbeit mit Andi Drescher, dem Initiator des Dreschwerk-Kollektivs, entstand. Wir sind gespannt und wünschen unseren Besuchern viel Spaß beim Entdecken.

Die Installation ist gegenüber dem Digitalanalog Infostand zu finden.

www.sicovaja.com

SchneidersBüro

Sechs Ecken Klang
Mitmachkonzert, Installation

Das eigene Werk aus ein paar Modulen, elektronische Geräusche die man eher zufällig erstellt, vielleicht eine Melodie werden spannend in der Mischung mit anderen: aus verschiedenen Modul-Systemen laufen sie zum individuellen Mix an sechs Orten wieder zusammen; eine Gruppe macht Musik. Wo die Klänge eigentlich herkommen, wenn sie nicht aus Gitarre, Klavier oder einem Computer schallen, weiß doch heute eigentlich kein normaler Mensch mehr, oder? Um das zu ändern, erklärt HerrSchneider aus Berlin seit über 15 Jahren an Modulsystemen wie das geht und was das ist. Sein Fachgeschäft wurde der Ort für alle, die experimentell an elektronische Klänge und Musik gehen wollten, die Helden und Macher von Techno und Elektro sind seine Kunden und selbst große Händler wie Thomann kaufen von ihm palettenweise Module für die inzwischen erblühte Welt interessierter Anfänger. Zusammen mit Patrick Detampel gibt HerrSchneider gern Hilfestellung und
Anregung zum eigenen Weg durch die Technik auf der Suche nach dem eigenen Klang, Rhythmus und Musik.

www.schneidersbuero.de

TEAM BECKER PINTER

Peter Becker und Thomas Pinter realisieren als TEAM BECKER PINTER seit 2014 Projekte zusammen, gemeinsam, parallel – zumindest in der Kunst. Konkret kombinieren sie die Techniken Sprayen, Taggen, Reißen, Zerschneiden, Kleben, Montieren, Drucken, Übermalen, Videographieren, Verfremden, Rekonstruieren, Reduzieren…
Peter Becker, aka ›VJ Autopilot/ Highflyer‹ lehrt Mixed-Media, Urban Art und Vjing am Institut für Kunstpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Thomas Pinter arbeitet in der Pressestelle der Münchner Universität.

Tam Tam pres. 1115, Punkratz Wandler, Geborchene Beine

Zum diesjährigen Festival lädt das Künstlernetzwerk TAMTAM zu einem besonderen Ritual mit drei Live Acts. Bereits zum zweiten Mal mit dabei, wird dies ausgiebig mit den beiden ZeremonienmeisternvGREY und FEHLER KUTI zelebriert. Sie nennen sich 1115 und sind im richtigen Moment zu TAM TAM (1115 Likes auf Facebook!) gekommen. Die Sterne stehen gut für diesen Abend. GREY arbeitet mit einer virtuellen 808 Drum Machine, Bass und Orgel Synthesizer, während FEHLER KUTI seine Stimme loopt und moduliert. Ihre Performances bewegen sich zwischen hypnotischen Hauka-Kult Ritualen und Den Haager DIY-Techno. Thomas Meinecke von der Avantgardeband F.S.K. beschreibt ihre Musik als „Afrofuturismus“.
Avantgardistisch geht es dann weiter Daniel Door aka Punkratz Wandler. Live quacksalbert er eine Essenz aus Geknister, schwelenden Synths, kaputten Krachern und räudigen Yoikern. Mit Effekt & pure data & Stimme & Samples & Saxophone & Controllers & Sequencer geht es dann weiter. Zum Höhepunkt unserer TAM TAM-Zermonie spielt die Formation „gebrochene Beine“ und erlöst uns aus der Hypnose.

SHIFT

In seiner aktuellen Videoskulptur „SHIFT“ erforscht der Münchner Videokünstler Stephan Rapke die audiovisuelle Darstellung von Kontinuität und Veränderung in Bezug auf die Ewigkeit. Der eigens dafür angefertigte Video Screen ermöglicht das Abspielen einer sich konstant bewegenden Videosequenz, welche weder Anfang noch Ende kennt und einen dynamischen Prozess aus Wiederholung, Wandlung und Zeitlosigkeit in Bewegung setzt. Durch die zylindrisch nach oben geöffnete Form des Screens, ist die Videoinstallation rundum einsehbar und kreiert hierdurch ihre eigene kreisrunde Bildebene im Raum. Untermalt mit einer dem Video verknüpften Klangwelt entsteht ein Gefüge aus Bild und Ton, welches die Zeitwahrnehmung des Betrachters beeinflusst

haufen.productions

Es war einmal
ein großer, großer –
HAUFEN!

haufen.productions entstand, nachdem mir klar wurde, dass das Medium Kassette für meine schnellen, ungeschliffen Lowfidelity Produktionen das geeignetste ist. Unabhängigkeit, zügige Umsetzung spontaner Ideen, vielfältige Cover Gestaltungsmöglichkeiten, künstlerische Freiheiten – öffentliches Archiv – all das bedeutet: HAUFEN – Stinken muss es!
Foehn, v.Oehn, VKP, Vielleichtors, Okin Cznupolowsky, Männer mit Bärten.

dORNwITTCHEN: Der audio-video Spiegel

Interaktive Installation betreut von dORNwITTCHEN und Vasile Danciu
Der ausio-video Spiegel besteht aus 5 Elementen: Einer Live-Kamera, Röhrenfernsehern, eine akustische Gitarre, einem Mikrofon und einem Laptop. Die Installation animiert das Publikum, das eigene Ich in einem anderen Licht zu betrachten. Eine bunte, bewegte, soundreaktive Welt, die sich intensiver zeigt, wenn man Geräusche oder Bewegungen einfließen lässt. Die tiefgehende Selbstwahrnehmung untermalt sich als Zusammenspiel von Ton und Bild. Der Betrachter entscheidet selbst, wie diese Welt zum Vorschein kommt. Einmal die Welt selbst beeinflussen – wie würdet Ihr das machen?

Festivaltrailer: Gabriele Gabriel + Stefan Holmeier

Zu einem Soundtrack von Stefan Holmeier (Audio) gestaltet Gabriele Gabriel (Video) auch dieses Jahr den aktuellen Digitalanalog-“Festival-Trailer“ bunt, verspielt und zugleich mit dokumentarischen Charakter, da diesmal zahlreiche Szenen von den letzten Digital-Analog-Festivals im Gasteig in die Clipgestaltung Einzug gefunden haben.

Video : Gabriele Gabriel arbeitet in München als Bildende Künstlerin mit Mixed-Media-Techniken und Materialien und Werkstoffen wie Stoffmalerei, Aquarell oder Video.
Musik : Stefan Holmeier
Remix: Gabriele Gabriel, Sven Steinmeyer, Peter Becker

4D

Schaut doch mal in den Keller oder Dachspeicher. Da liegen sie vielleicht noch: Videokassetten. Damit wurden seinerzeit Bewegtbilder aufgezeichnet und wiedergegeben. Nehmt sie in die Hand, die klobigen schwarzen Dinger, und riecht an ihnen. Ihr riecht Geschichte. Den dunklen Weg durch Staub und Spinnweben könnt ihr euch sparen! Kommt am Samstag in die Black Box, dort könnt ihr Geschichte mit allen Sinnen erleben. Eine der ersten Visual Crews auf diesem Planeten kommt aus München. Gegründet 1991, nannte sie sich 4D und die Technik, die sie damals benutzte war 100% analog. Videorecorder, Monitore, Videomischer. Software: drei Reisekoffer, prall gefüllt mit VHS Kassetten. Der erste öffentliche Auftritt war am 31.Oktober 1991. 25 Jahre später: Mit dem Equipment von damals zeigt uns 4D, wo die Leinwand hängt.

2Spin

Die gebürtige Italienerin Pina Toscano die sich als Künstlerin 2Spin nennt, kam vor Jahren nach München um Ihr Studium der Sprachwissenschaft um eine zusätzliche Sprache (Deutsch) zu erweitern und wegen der lebendigen Musiklandschaft der Stadt. Der elektronische Sound ist für sie die perfekte Ergänzung ihrer musikalischen Welt und liefert immer neu werdende Inspiration für ihre Projektionen. Tanzende Farben, visuelle Entsprechungen und eine Symbiose, in der die Protagonistin hinter der von ihr erzeugten Atmosphäre verschwindet.