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Für faszinierende Momente entwickelt, gewachsen und etabliert schaffen wir seit 2012 Visuelle Konzepte. Ein Video, eine Fläche, 3D, Schatten, illusion. Oder auch ein paar LEDS, Daten und Strom, dann beginnt es. Sobald ein Projekt steht und die Tests beginnen stehen wir meistens wie kleine Kinder die sich freuen davor und haben Wasserfälle von Ideen was da alles möglich ist. Dieses feeling haben wir seither nicht verloren und gestalten immer wieder Lichtinstallationen, Videoanimationen mittels Projektoren auf 2D und 3D Flächen oder mit Partnern diverse Ideen bis zur finalen Umsetzung.

Flor and the Sea

Das aus München stammende Indie-Electropop Duo Flor and the Sea, bestehend aus der Sängerin Chaem und dem Multi-Instrumentalisten Marc Aretz produziert vielschichtigen Indie-Electropop, der zum Tanzen und Träumen einlädt. Vertrackte Klavierharmonien treffen auf fesselnde Vocals, verwurzelt in atmosphärischem, psychedelischem Pop. Die starken Popanleihen kontrastieren mit modernen Electronica-Elementen und weiteren Einflüssen von Synthpop bis Dubstep/Trap, die auf die Musik von Flume, Sohn or Miike Snow anspielen. Gemischt von Moritz Enders, bekannt u.a. durch Casper and Kraftclub, entfalten die Singles eine weiträumige und mehrdimensionale Klangtiefe, die reich an analogen Vintage-Synths, intimen Vocals und Ambient-Gitarrensounds ist. Live treten sie diesmal beim Digitalanalog wieder in 5-köpfiger Bandbesetzung auf. 

She’s Excited!

She’s Excited! ist das Indie Electronic Pop Project der in Brooklyn lebenden Produzentin und Performerin Anne Wichmann. Die Musik der Münchnerin definiert sich nicht über Genres, sondern durch fantasievolle musikalische Elemente und ihre ausdrucksvolle Stimme. All das kombiniert sie zu ihrem sehr eigenen Stil aus rauher und dunkler aber auch glänzend positiver elektronischer Musik. Annes Songs wollen Raum schaffen für Gegensätze, sodass sich sowohl Traurigkeit wie auch grenzenlose Freude entwickeln können und Platz für Empowerment geschaffen wird.

shes-excited.com

elle p

elle p. ist eine Meisterin der Irritationsmomente – der Weirdo unter den heißkalten Pop-Sirenen. Die Performances und Videoinstallationen der Musikerin und Künstlerin flirten mit der engen Verknüpfung von Bild, Raum, Klang und Wort, ohne dabei ihren improvisatorischen Charakter zu verlieren. Ihre Melodien sind unprätentiös, mal zart, mal exzentrisch, ihre Texte fügen sich wie kunstvolle Gedichte unbeschwert frei über den Soundteppich. elle p. ist eine Meisterin der Irritationsmomente – der Weirdo unter den heißkalten Pop-Sirenen. Die Performances und Videoinstallationen der Musikerin und Künstlerin flirten mit der engen Verknüpfung von Bild, Raum, Klang und Wort, ohne dabei ihren improvisatorischen Charakter zu verlieren. 

Lizki

Lizki ist eine junge Musikerin aus München. Ausgebildet an Piano und in Operngesang, hat sie sich dennoch schon früh der Popmusik zugewandt, um persönliche Erfahrungen zu verarbeiten. Lizki arbeitet mit elektronisch produzierten Klängen und Klavier, lässt ihr klassisches Repertoire immer wieder durchblitzen, besonders gesanglich, wenn sie ihre bombastische Stimme in den Klangteppich webt, verformt, loopt. Musik macht sie schon seit ihren Teenagerjahren: zuerst 2 Alben mit den Münchner local heroes Tonwertkorrektur, dann eine Kollaboration mit dem DJ- und Produzentenduo Baal. Als Rey Lenon startete sie ihre Solokarriere.

WhåZho

Schlagzeug // Philip Groß, Bass //Christian Riedel, ein Keller voll Kram, elektrisch, elektronisch, analog/digital, Looper, tonnenweise Effekte, Samplepads. 

Seit September 2015, Postrock vs Protodub, Tanzen erlaubt, Träumen auch. Autobahn meets Rockers Uptown. ambivalentes Ambiente vs Marktschreier am Strand.

Das Debut-Album ‚100 ways to look great‘ ist im März 2018 auf Gutfeeling Records erschienen.

Modul Mafia

“ Die Modular Mafia schlägt zurück :   impulsiv, ekstatisch, rigoros, rotzig und doch sensibel “

Der Mann mit der Maschine, Klippschliefer, Loowfizzz, Lucid Grain, Robert Langer & Antonia Leckert, Moogulator, Tonbender, Christian Seidler und Siegfried Kärcher

JOMOON

Music for the good, for the bad and for the rebel ones. So beschreibt JOMOON ihre Musik. Dieser Kontrast ist etwas wovon ihre Musik lebt: melancholische Atmosphäre, kratzende Sounds und dekonstruierte Rhythmen sind die Konstante ihrer Musikproduktion. In ihre Musik blendet sie melodische Elemente sowie auch härtere Techno Beats mit einem edgy touch ein. Die elektronischen Klänge werden mit Stimmen begleitet, die durch kryptische Texte den Anschein von menschlichen Instrumenten erwecken. Mit ihrer Musik fordert JOMOON auf, sich in die Seele zu schauen und beim Tanzen den Emotionen freien Lauf zu lassen. 

Ihre Musik ist von Künstlern wie Nicolas Jaar, Modeselektor und The Smashing Pumpkins inspiriert. JOMOON begleitet ihre Musik mit Visuals, die durch künstliche Intelligenz generiert wurden.

soundcloud.com/jomoon_xyz

Nachruf Peter Becker / VJ Autopilot

Foto: Gunter Hahn / Text: Dirk Wagner für Digitalanalog e.V.

Schon auf unserem letzten Digitalanalog-Festival fehlte Peter Becker alias VJ Autopilot krankheitsbedingt. Trotzdem war er im Geiste bei uns, und auch zwei Collagen von ihm hingen auf dem Festival, auch, wenn sie in der Corona-bedingten Live-Stream-Version des Fests auf den Apparaten da draußen nicht zu sehen waren. Aber im Quasi-Backstageraum, wo die Mitarbeiter*innen und beteiligten Künstler*innen bei einem Getränk entspannten oder auch etwas aßen, da hingen Beckers Bilder. Schon damals spürten wir, dass wir uns bald schon von der irdischen Erscheinung des Mannes verabschieden mussten, den wir als vorausschauenden Künstler ebenso schätzten wie als zuverlässigen Freund liebten. Seine Art als Visual Artist Musik regelrecht sichtbar zu machen, sie quasi selbst noch einmal mit Farben und Licht neu zu komponieren, beinhaltete im Grunde alles, was wir mit unseren Digitalanalog-Festivals stets anzuregen versuchen: Das Leben als ein sozial-kulturelles Gesamtkunstwerk, das so viele Wege aufzeigt. Peter Becker hatte den Mut und die Neugier, solche Wege auch zu gehen. Also experimentierte er schon früh mit den Möglichkeiten einer Videokunst, die er alsbald auch auf Technoparties ins Publikum hinein projizierte, auf Leinwände oder  einfach in den Raum, dessen Architektur alsbald mit Beckers Beleuchtung über die live manipulierten Videos und der Musik, sowie mit den tanzenden Clubbesuchern zu einer Einheit verschmolz.  Liebevoll illuminierte er so auch einige Konzerte. Die Rocklegende Amon Düül 2 war dabei von seiner Arbeit so begeistert, dass sie ihn auch mal mit auf die Bühne lud, als er woanders keinen ausreichenden Platz fand. Die Anerkennung, die ihm solches Angebot zusicherte, mochte ihn auch ein wenig erfreut haben. Doch lieber stand er als VJ im Off, jenseits der Bühne, im Dunkel, von wo aus er das Licht dorthin führte, wo das Publikum dann sein Augenmerk hinwenden soll. Trotzdem freute es ihn natürlich, dass das Stadtmuseum nun auch in einer Ausstellung über das Münchner Nachtleben einen Zusammenschnitt verschiedener seiner VJ-Sets zeigt. Allein, die Ausstellung selbst konnte er nicht mehr besuchen. Einen Tag vor ihrer Eröffnung starb Peter Becker. Wir trauern darum um einen Freund, einen Kollegen, einen Künstler und Visionären. Zugleich soll es uns eine Anregung sein, das Digitalanalog Festival nun auch in Erinnerung an Peter Becker alias VJ Autopilot fortzusetzen. Einige Künstler*innen, die für uns arbeiten, haben vieles von dem, was sie heute auszeichnet, von ihm gelernt. Sei es, das sie von seiner Kunst inspiriert wurden, oder dass er sie in seinen Lehrveranstaltungen zur Medienkunst an der Ludwig Maximilans Universität unterrichtet hatte. Wir wünschen uns und Peters Angehörigen, dass unsere tiefe Trauer bald schon wieder Raum lässt für die viele Freude, die Peter uns bereitet hatte. Tatsächlich war er nämlich selbst das Licht, mit dem er so gerne gearbeitet hatte, der lichterne Lichtkünstler: Shine On, Crazy Diamond.